Vertrauen in der Medizin

Interdisziplinäre Annäherungen an ein Grundphänomen menschlicher Existenz

6. Freiburger Symposium zu Grundfragen des Menschseins in der Medizin.

Hinweis: Aufgrund der durch das SARS-CoV-2 entstandenen Situation verschiebt sich der Tagungszeitraum auf den 11.-12. Juni 2021.

11. Juni 2021, Aula der Universität Freiburg
12. Juni 2021, Aula der Universität Freiburg



Der italienische Philosoph Luigi Alici hat einmal gesagt: „Vertrauen hat keinen Preis, wird aber nicht willkürlich geschenkt; es setzt den Willen zur Hingabe voraus, nicht jedoch einen naiven Glauben an die angeborene Güte der Menschen.“ Allein dieser Satz zeigt auf, dass es nicht einfach ist, das Vertrauen als Phänomen zu fassen. Es steht irgendwo zwischen Wissen und Nicht-Wissen, zwischen Reflexion und Hinnahme, zwischen Unverfügbarkeit und Fähigkeit. In jedem Fall ist das Vertrauen etwas, was die Menschen verbindet. Das Vertrauen spielt für das Miteinander der Menschen eine wichtige Rolle, und niemand wird bestreiten, dass das Vertrauen in der Medizin für den Erfolg einer Therapie von besonderer Bedeutung ist. Doch was ist Vertrauen genau? Und worin liegt seine therapeutische Kraft? Oder noch allgemeiner: Worin liegt die Bedeutung des Vertrauens für das Gesundheitswesen und für die Gesellschaft? Wo hat es seinen Platz? Ist es heute gefährdet? Wenn ja, aus welchen Gründen? Was kann zur Ermöglichung von Vertrauen getan werden? – Diesen Fragen möchte der Kongress nachgehen, indem die Medizin in einen Dialog mit anderen Disziplinen aus den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften gebracht wird.